"Völliges Scheitern" im Libanon ist Olmerts Schuld
Montag 30. April 2007, 18:49 Uhr
Eine Untersuchungskommission hat dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und der damaligen Militärführung die Verantwortung für das Scheitern des Libanon-Kriegs zugewiesen. Die Verantwortung für das "völlige Scheitern" liege bei Olmert, Verteidigungsminister Amir Perez und dem damaligen Generalstabschef Dan Halutz, sagte der Vorsitzende der Kommission, der ehemalige Richter Eliahu Winograd, in Jerusalem bei der Vorstellung eines Zwischenberichts. Olmert kündigte an, aus der Kritik Lehren zu ziehen und Fehler zu korrigieren.
Der Krieg gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon, der vom 12. Juli bis zum 14. August 2005 dauerte, wird in Israel weithin als Fehlschlag gewertet. Er hatte weder zur Befreiung von zwei in den Libanon verschleppten israelischen Soldaten geführt noch zu einer direkten Schwächung der Hisbollah oder zum Ende des Raketenbeschusses Nordisraels durch die schiitische Miliz.
Olmert habe seine Entscheidungen überstürzt und unsystematisch getroffen, obwohl er außenpolitisch und militärisch unerfahren sei, hieß es in dem Bericht der Kommission, die das Vorgehen in dem 34-tägigen Krieg im vergangenen Sommer untersuchte. Er habe nicht auf eine Reihe von Beratern gehört, sondern Halutz und dessen Generälen beinahe blind vertraut. "Der Ministerpräsident hat hastig entschieden - obwohl ihm kein detaillierter Militärplan vorlag und er auch nicht nach einem solchen fragte". Obendrein habe Olmert "vor den schicksalhaften Entscheidungen vom 12. Juli" Vorbehalte gegen seine Pläne nicht ausreichend in Betracht gezogen.
Perez habe dabei versagt, seinen Aufgaben nachzukommen, sagte Winograd. Er habe die militärischen Pläne nicht geprüft und auch nicht kontrolliert, ob die Truppen ausreichend vorbereitet gewesen seien. Halutz wiederum habe die politische Führung nicht gewarnt, dass die Truppen nicht gut genug vorbereitet gewesen seien. Halutz habe gewusst, dass weder Olmert noch Perez über genügend Erfahrung bei Militäraktionen verfügten. Halutz war wegen der Kritik am Libanon-Einsatz im Januar zurückgetreten.
Olmert zeigte sich nach der Entgegennahme der Ergebnisse bereit, aus den Fehlern zu lernen. "Wir werden den Bericht prüfen und sofort versuchen, daraus Lehren zu ziehen und alle Fehler zu berichtigen", sagte Olmert in Jerusalem. In Zukunft dürften Israel derartige Fehler nicht mehr unterlaufen. Olmerts Rücktritt wurde von der Kommission offenbar nicht gefordert.
Israel begann den Feldzug am 12. Juli 2006, wenige Stunden nachdem die Hisbollah-Miliz im Südlibanon bei einem Grenzvorstoß drei israelische Soldaten getötet und zwei weitere entführt hatte. Bei den 34 Tage dauernden Kämpfen gelang es den israelischen Streitkräften nicht, die entführten Soldaten zu befreien, die Hisbollah zu vernichten oder die Miliz auch nur daran zu hindern, tausende Raketen auf Nordisrael zu schießen. Auf libanesischer Seite starben zwischen 1.035 und 1.191 Zivilpersonen und Milizionäre, auf israelischer Seite wurden 39 Zivilpersonen und 119 Soldaten getötet. Die meisten Israelis bewerten den Krieg heute als Fehlschlag
wir kommen aus zahleh. ich bin jedes jahr dort. diese stadt wurde von israel verschont, da israel weiß dass da keine hisballah anhänger sind und keine reingelassen wurden. die pfarrer von zahleh haben bewaffnete hisballah anhänger nicht in die stadt gelassen, da das nur ärger für uns christen bedeutet hätte. denn von da hätten diese hisballah leute auf israelis geschossen und die stadt hätte was abbekommen. man kann nun erkennen, dass nur da, wo hisballah schoss, bombardiert wurde. wir haben auf den fernseh und radioantennen deutsche flaggen aufgehängt damit israelische flugzeuge nicht denken dass das al-manar sender sind. zahleh ist fast ausschließlich von ouwet bewohnt, daher gibts da auch weniger ärger...und mehr friede.
Bist du dir sicher dass nur die dörfer bzw. städte beschossen worden sind, von wo aus hizbollah geschossen hat? ich sage NEIN::.ich war schließlich da ich bin auch nechristin und komme aus ner christlichen stadt..ich kann euch versichern bei uns inder stadt war keiner von hizbollah...das hätten wir gehört wenn die von uns aus geschossen hätten und warum wurden wir trotzdem bombadiert???ok eins muss ich dazu sagen...wir wurden nicht tag und nacht bombadiert...aber die israelis haben sowieso alles nach lust und laune beschossen ..und trotzdem VERLOREN
An NIcole: Warst du schon ma in Zahle oder einem Nachbarort namens Barelias?Wenn ja,wäre ich über deine Eindrücke und Schilderungen über Barelias sehr erfreut. mfg Mohamed
ja mohamda ich war letztes Jahr in zahle (weil ich vom krieg geflohen bin)...ich weiß nicht was soll ich dir erzählen? ist ein schöner ort....schöne natur....
ohh ich will auch voll gerne fliegen aber die lage ist noch viel zu gefährlich um da hin zu fliegen und erst recht als man dort 2 entführt und umgebracht hat.hoffentlich beruhigt sich die lage mal.
Ich würd auch gerne mal da hinfliegen,aber ich soll/darf nicht,da die Sicherheit lasch ist.Hey,welche von euch waren doch letztes Jahr im Libanon,odr?Können die bestätigen,dass der Libanon immer noch "Schweiz des Orients" ist?Oder nur einige Teile davon?Möchte nämlich schon alles wissen,falls die Lage sich entspannen sollte. mfg